Kinder und Jugendliche werden von klein auf mit Werbung konfrontiert. Die sozialen Medien bieten die idealen Plattformen, sich selbst in Szene zu setzen. Oft passiert dies unkontrolliert und mit fragwürdigen Inhalten. Das Interesse fürs Filmen mit der Identifikation mit der eigenen Heimat zu verbinden, war die Grundidee des Preisträgerprojektes 2019 “Magische Orte in Leipzig” in der Kategorie Zukunft MINT.

Was soll mit dem Projekt erreicht werden?

Das Projekt richtet sich an Kinder und Jugendliche und soll als Zielsetzung ein Werbevideo für die Region Leipzig haben. Die Kinder und Jugendlichen helfen bei der Recherche zu den magischen Orten. Somit lernen sie dabei etwas über ihre Umgebung. In der Vorarbeit sind auch Museumsbesuche und Drehortbegehungen vorgesehen. Diese Themenfelder werden dabei abgedeckt:

  • Geschichte der Region
  • lokale Legenden und Traditionen
  • Region in der heutigen Zeit
  • Nutzung nachhaltiger Energien und/oder Renaturierung


Die Kinder und Jugendlichen kundschafteten aktiv die Drehorte aus entwickelten ein Konzept für die jeweilige Szene und schrieben einen kurzen, prägnanten Off-Text.
Set sowie Aufbau und Kostümherstellung kamen im zweiten Schritt in der Form von künstlerischen Workshops zum Tragen. Denn die Drehorte sollen mit magischen Wesen bevölkert werden. Elfen, Trolle und Nixen werden immer wieder im Video erscheinen. Der Filmstil richtet sich nach den bekannten “Hobbit” und “Herr der Ringe” Fantasy Filmen. Der Off-Text berichtet dazu unter anderem über die jeweilige lokale Sage.

Die Drehorte erstrecken sich von den Hünengräbern Bienitz im äußersten Nordwesten Leipzigs bis ins Neuseenland. Auf scheinbar wundersame Weise wurden hier die ehemaligen Tagebaugruben in eine traumhafte Landschaft umgewandelt. Was der Natur genommen wurde, ist damit wieder ein Stück zurückgegeben. Ein schöneres Beispiel für Nachhaltigkeit und Wiederaufbau ist anderswo kaum zu finden. Auch hier können die Kinder und Jugendlichen mithilfe des Projekts “Magische Orte in Leipzig” mehr darüber lernen, die Zukunft klimafreundlich und nachhaltig zu gestalten.

Wie wurde das Projekt umgesetzt?

Das Projektteam besteht aus lokalen Künstlerinnen und Künstlern und Dramaturginnen und Dramaturgen unter der Leitung von Mira Sommer. Die Recherche und Vorbereitung für die Umsetzung begannen noch im Jahr 2019. Für die Produktion war die erste Jahreshälfte 2020 vorgesehen.

Aufgrund der Corona Beschränkungen und des Lockdowns fanden die Hauptworkshop Drehtage komplett im Mai und Juni statt. Zu dieser Zeit sollte eigentlich die Premiere des Kurzfilms stattfinden. Vieles konnte im Homeoffice vorgearbeitet werden. Der Workshop war ursprünglich in größerer Gruppenform geplant und konnte so nicht mehr stattfinden. Die Kinder und Jugendlichen sowie die Eltern und das komplette Team arbeiteten die ganze Zeit an Lösungen. Der Fokus lag durch die aktuellen Umstände bei der Digitalisierung. Durch dieses Basteln, Proben und Aufnehmen haben die Jüngsten eine intensive Schulung mit technischem Know-How in punkto MINT erfahren.
In den Maiwochenenden konnten die Live-Workshops mit Hygienekonzept und in Kleinstgruppen anfangen. Trotz der erschwerten Bedingungen hatten und haben alle sehr viel Spaß. Der Lerneffekt ist bis jetzt enorm. Allein durch die langfristige Zusammenarbeit und die vielen Herausforderungen, die alle gemeinsam meisterten.

Beim Dreh in den magischen Orten der Auwaldstation Leipzig hatten alle Beteiligten großen Spaß und konnte ihre Talente ausleben.

Ausblick und weiterführende Links

Wie lange die Fertigstellung exakt dauert kann das Projektteam derzeit noch nicht sagen. Spätestens im September/Oktober 2020 soll es soweit sein. Es gibt Gespräche, ob die Premiere eventuell in einem Kino gezeigt werden kann. Die Vorstellung wäre dann familien- und kinderfreundlich an einem Sonntagvormittag.

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