In Groitzsch, mitten im Leipziger Neuseenland, pflegt und bewirtschaftet der Bürgerverein Stadtmühle Groitzsch e. V. naturnah den kleinen Weinberg an der Wiprechtsburg. Mit dem Preisgeld in der Kategorie ReWIR möchte die Sektion Weinfreunde/ Hobbywinzer dort eine Bienenweide und Schmetterlingswiese anlegen. Dadurch sollen Insekten angelockt werden und die Brachfläche mit neuem Leben füllen.

Wie ist die Projektidee?

In Groitzsch befindet sich am Südhang der Wiprechtsburg ein kleiner Weinberg. Diesen gestalten und bewirtschaften die Weinfreunde und Hobbywinzer des Bürgervereins Stadtmühle Groitzsch e. V. liebevoll und naturnah.
Die ersten Reben der Neuzeit wurden in den 90er Jahren gepflanzt. Die so genutzte Fläche entsprach 2012 nicht der aktuellen Gesetzgebung und musste behördlich teilgerodet werden.

Leider sind die gerodeten Hänge verunkrautet und mit zum Teil nicht heimischen Pflanzen überwuchert.
Die Mitglieder des Vereins möchten die Hänge als ganzjährige Bienenweide und Schmetterlingswiese anlegen. Hierzu werden heimische Blumen und Büsche gepflanzt und leisten damit einen ökologischen Beitrag.

Für die Umsetzung ist der Bürgerverein unter anderem bereits in Gesprächen mit der Stadt Groitzsch und dem Naturfreunde- und Heimatverein Groitzsch e. V. sowie dem Landesverband Sächsischer Imker e. V. .

Schmetterlingswiese anlegen – wie geht es in Groitzsch genau?

Die Mitglieder des Vereins sammelten zunächst Ideen, Informationen sowie Berichte aus Fachzeitschriften. Sie nutzen somit die Erfahrungen von anderen Winzern als Grundlage für die weitere Planung, um die Schmetterlingswiese anzulegen.

Vor der eigentlichen Umsetzung fanden mehrere Mäharbeiten statt, wobei die Bestandspflanzen erhalten wurden. Des Weiteren wurden Bodenproben bis 50 cm Tiefe zur Untersuchung des Bodens entnommen.

Zur Vorbereitung des Bodens haben die Hobbywinzer bisher schon drei große Säcke mit Holzkohlegrus auf den vorgesehenen Pflanzflächen verteilt. Zusätzlich wurde diese Erdmischung noch beim Setzen der Stauden in die Pflanzlöcher gegeben. Dies sorgt für eine bessere Wasserversorgung der neuen Pflanzen.

Insgesamt sollen 26 Gehölze, knapp 300 Stauden und 4.000 Zwiebelpflanzen gesetzt werden. Die Pflanzhöhen sind abgestuft von 15 cm bis 200 cm. Diese haben eine Blühzeit von Februar bis Ende Oktober jeden Jahres.

Ausblick und weiterführende Links

Für das laufende Jahr sind folgende Arbeiten geplant:

  • Reduzierung der Büsche im linken Anschluss
  • Einkürzen möglicher Austriebe der ehemaligen Essigbäume
  • Bodendeckungen der acht Pflanzbereiche ausbringen und verteilen
  • Vorbereitung vom Saatbett
  • Aussaat der Insektenwiese zwischen den Pflanzbereichen

Als krönenden Abschluss und nachdem die Bienenweide und Schmetterlingswiese erfolgreich angelegt wurde, ist eine Dankeschön-Veranstaltung geplant. Diese wird im Winzerkeller der Stadtmühle Groitzsch stattfinden.

Webseite des Bürgervereins Stadtmühle Groitzsch e. V.