Die Ortsteile im Kirchspiel Schleife sind unter anderem mit Radwegen vernetzt und an die großen Radwege „Froschradweg“ und „Oder-Neiße-Radweg“ angebunden. Mitten im Radwegenetz soll sie erblühen – die Solarblume von Rohne. Ortsvorsteher Matthias Jainsch freut  sich, das seine Idee beim Sächsischen Mitmachfonds ausgezeichnet wurde. Die Planungen laufen und schon nächstes Jahr soll die „Blume“ Radtouristen und E-Autos mit Energie versorgen.

Idee des Projektes:

Der Fahrradtourismus und die Nutzung von Pedelecs steigen stetig an. Dieser Entwicklung möchte der Ortsvorsteher von Rohne Rechnung tragen. Touristen, die Sehenswürdigkeiten im Kirchspiel Schleife oder den „Njepila Hof“ besuchen, können an der geplanten Elektrotankstelle mit Solarstrom versorgt werden.

Umsetzung des Projektes:

Im Sommer 2020 soll es so weit sein, das am Parkplatz im Dorfkern umweltfreundliche zwei- und vierrädrige Fahrzeuge geladen werden können. Möglich wird das Dank 20.000 Euro vom Sächsischen Mitmachfonds. Denn Rohne plant nicht die Errichtung irgendeiner E-Zapfstation. Aufgebaut wird eine Solarblume. Das ist eine Solaranlage, deren fächerartige Kollektoren sich je nach Sonnenintensität aufschlagen.

Da die Ladesäule an einem öffentlich zugänglichem Parkplatz stehen muss, entschied man sich in Rohne für einen Standplatz im Dorfkern. Das hat Vorteile. Vor Ort existieren fünf öffentliche Parkplätze. An ihnen führt zudem der Radweg von Schleife nach Rohne vorbei, der die Sehenswürdigkeiten wie Kirche und Sorbisches Kulturzentrum verbindet. Außerdem kann bei trüben Wetter die nahe Trafo-Station die Ladesäule mit Strom versorgen.

Der Standplatz im Dorfkern ist aus weiteren Gründen ideal. Künftig befinden sich im unmittelbaren Umfeld die Kita “Milenka“ und das Feuerwehrgerätehaus. Für diese beiden Projekte sagte die Sächsische Staatkanzlei bereits Unterstützung in Millionenhöhe zu. Hintergrund ist der „Nachteilsausgleich“ für die Ex-Bergbaugemeinde. Nun bleibt die Gemeinde wegen des Kohleausstieges von Umsiedlung und Abbaggerung verschont, geblieben ist aber ein Investitionsstau von 10 Jahren. Das hat auch Auswirkungen auf die Solarblume. „Wir greifen allen Entwicklungen etwas vor. Sie muss deshalb bis Sommer 2020 fertig sein, weil dann der Kita- und Gerätehausbau startet“ weiß Matthias Jainsch.

So wird die Solarblume in einer Variante geplant, die temporär versetzbar ist. Für die Finanzierung dieser Besonderheit ist man bereits auf der Suche nach Partner und Sponsoren. Eins ist aber sicher – die Solarblume wird künftig für Radfahrer, Eltern und Erzieher, für Gemeinde und Feuerwehrleute nutzbar sein.

Ausblick und weiterführende Links:

Infos zur Gemeinde Rohne: www.rohne.info