CorEdu bietet Programme im Rahmen der beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie im Rahmen der nationalen und internationalen Berufsbildungszusammenarbeit. Das Projekt Strooom richtet sich an Schülerinnen und Schüler und  bietet Berufsorientierung zum Anfassen, verbunden mit dem Thema regenerativer Energien. Mit der Idee, Strom mit einem selbstgebastelten Fahrradgenerator zu erzeugen, hat CorEdu ein Preisgeld in der Kategorie MINT 2019 gewonnen.

Was ist die Idee des Projektes?

In einem erlebnisreichen Tages-Workshop bauen Oberschülerinnen und Schüler zwei ausgediente Fahrräder und gebrauchte Bauteile zu Generatoren um. Mit Musekelkraft erzeugt man dann Strom. Dieses Tagesziel wird im Team umgesetzt und durch Berufserfahrene und Azubis aus dem Bereich der Elektrotechnik unterstützt. Ein Fahrradgenerator wird anschließend der Schule zur Verfügung gestellt, der zweite bei CorEdu in Projekten und Jugendcamps zum Thema Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung eingesetzt. Den Referenzrahmen bildet die aktuelle Debatte um den Kohle-Ausstieg und den Fachkräftemangel. Der Workshop verbindet diese gesellschaftlichen Themen mit dem Bedarf der Jugendlichen, sich beruflich zu orientieren. Die persönliche Begegnung im gemeinsamen Tun ist dafür ideal. Die Teilnehmenden erarbeiten sich neue Fähigkeiten im Bereich Technik und Physik. “Strooom” stärkt zusätzlich die sozialen Kompetenzen, aber auch Kreativität und Handlungskompetenzen. Darüber hinaus wird die Schule in ihrer Aufgabe der Berufsorientierung unterstützt.

Um einen höheren Grad an Wirksamkeit zu erreichen, wird das Projekt filmisch dokumentiert. Die Kurz-Doku wird via Schul- und CorEdu-Website, youtube und in den Netzwerken etc. verbreitet. Des Weiteren wird das Workshop-Konzept zugänglich gemacht. CorEu ist im Bereich der Berufsorientierung und Berufsbildung für Nachhaltigkeit sehr gut vernetzt und fördert die Verbreitung der Ergebnisse an Fachöffentlichkeit, Netzwerkpartner und Öffentlichkeit.

Wie wurde das Projekt mit dem Fahrradgenerator umgesetzt?

CorEdu hatte einen spannenden Workshop mit der 10. Klasse der Oberschule des Evangelischen Schulzentrums Muldental. Das Team konnte wie geplant einen Fahrradgenerator bauen, dessen Output gemessen wurde. Außerdem filmten die Workshopleiter alle Aktivitäten.

Zum Einstieg gab es einen kurzen Rundumschlag zur Nachhaltigkeitsdebatte und Notwendigkeit der Energiewende. Dies wurde sehr spielerisch mit dem Weltverteilspiel umgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler hatten hierzu sehr differenzierte und auch kritische Meinungen – es wurde lebhaft diskutiert.

Anschließend ging es ans Werkeln, was wirklich mit Begeisterung ausgeführt wurde.  Dafür wurde in drei Gruppen gearbeitet:

  • Die erste Gruppe baute die Mechanik zusammen – also den Generator an das Rad.
  • Die zweite Gruppe bereitete die elektrotechnischen Messgeräte vor.
  • Die Gruppe Informatik programmierte einen Minicomputer als Messgerät.

Anschließend wurde der Generator mit der Messtechnik verbunden und es gab ein paar „Wettrennen“. Schließlich wurde der Strom für die Zubereitung von leckeren Smoothies genutzt.

Die Leitung des Workshops oblag Studierenden der Elektrotechnik leistete somit einen Beitrag zur praktischen Berufsorientierung leisten, der annähernd dem Peer-to- Peer-Ansatz folgt.

Ausblick und weiterführende Links

Der Tag wurde filmisch dokumentiert und in einer Kurzanleitung zusammen geschnitten.

Die Fertigstellung des Workshop-Konzepts wird bis Ende des Jahres abgeschlossen. Die Vorbereitung des Workshops erwies sich als wesentlich zeitaufwändiger und komplizierter

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